Wissensdatenbank rum um Airbrush

Washing

Washing im Modellbau

Was ist ein Wash und wie funktioniert diese Technik?

Früher oder Später stolpert der Modellbauer über den Begriff »Wash oder Washing«.Was heißt Wash?

Das Washing ist eine alte Technik im Modellbau und das Wash bezeichnet eine transparente dünnflüssige Pigment arme Farbe, sprich Lasur. Ein Wash wird dazu genutzt vornehmlich im Modellbau Bereich die homogene Stelle zu brechen, Verwitterung, Schlieren von Schmutz, Öl und Rost darzustellen. Hervorheben von einzelnen Details trägt die Bezeichnung “Pin-Washing“.

Untergrundeigenschaften wie Metall, Stahl, Holz, Stoff und Leder lassen sich dank dem Einsatz eines Wash noch Detailgetreuer erzielen. Washing ist neben dem Dry Brush eine weitere Technik ein Modell realistisch zu gestalten. In erster Linie unterscheidet der Anwender von 2 Arten von Wash. Dem Acryl Wash auf Wasserbasis und dem Ölwash auf Ölfarben Basis in Verbindung mit Terpentinersatz. Neben Ölfarben können auch Emaillefarben zum Einsatz kommen. In beiden Fällen ist es eine Lasur, die der Modellbauer einsetzt. Beim Einsatz von Wash ist zu beachten, das mit einer erhöhten Trockungszeit zu rechnen ist. Das kann von ein paar Stunden beim Acryl Wash bis hin zu einem Tag beim Öl Wash gehen. Idealerweise benötigt das Modell vor dem Auftragen eines Wash, egal ob Acryl oder Öl, einem matten Schlusslack* , sodass das Wash in den Bereichen bleibt, wo es erwünscht ist.

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Vor und nach dem Einsatz der Washing Technik. Bildquelle: ABC-painting

Acrylwash, das Wash auf Wasserbasis

In Wash auf Wasserbasis sind schwach pigmentierte Acrylfarben eingesetzt. Diese gibt es fertig im Handel zu kaufen. Je nach Einsatz des Modells oder Farbton Gegebenheit, sind verschiedene Farbtöne erhältlich. Eine weitere Möglichkeit ist das erstellen eines Wash mit handelsüblicher Airbrush Farbe. Hier ist darauf zu Achten, das transparente fein Pigmentierte Künstlerfarbe in Frage kommt. Als Beispiel wären hier AeroColor von Schmincke, Hansa pro Color, M-ART-IN Farben, Lukas Illu Color zu nennen.
Opaque sprich deckende Farben sind für ein Wash nicht geeignet. Zum Erstellen eines eigenen Wash muss die Farbe lediglich mit Wasser stark verdünnt werden. Wie schon gesagt stellt ein Wash eine Lasur dar und erzielt sein Effekt von einzelnen Schichten (Layern).

Tipp:
Beim Trocknen von Wash auf Wasserbasis können Wasserränder entstehen. Diese kann der Anwender entgegen wirken, indem er die Ränder mit einem Pinsel wieder anfeuchtet und verreibt.

Ölwash, das Wash auf Ölfarbenbasis

Wash auf Ölbasis gibt es nicht fertig im Handel zu kaufen. Um ein Wash auf Ölbasis zu erstellen, muss die Ölfarbe mit Terpentinersatz verdünnt werden. Hier kommt ein Nachteil, der Geruch. Am besten nur in gut belüfteten Räumen verwenden. Idealerweise ein Extra Arbeitszimmer.

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Washing aus Ölfarben erstellen.

Ölwash hat den weiteren Nachteil das die Trockungszeit bis zu 24 std. dauern kann. Das heißt das Gestalten eines Modells nimmt mehr Zeit in Anspruch. Der Vorteil dafür ist der, dass Ölwash länger »offen« ist und ein nachträgliches Bearbeiten und Verwischen. Ein Washing auf Ölfarben Basis hat zum Acrylwash einen großen Vorteil. Die Ölfarbe hinterlässt nach dem Trocknen einen »speckigen« Film, was dem Modell einen besonderen Charme gibt.

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Modell vor dem Ölwashing.

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Fertiges Modell mit Öl Washing gestaltet. Bildquelle. ABC-painting

 

Folgender Hinweis ist vor dem Einsatz eines Ölfarben washing zu beachten:
Ölfarbe auf Acryl geht immer, Acrylfarbe nachträglich auf Ölfarbe aufzutragen nicht. Im Klartext heißt das. Ist das Modell mit einem Ölwash versehen, lassen sich nachträglich keine Arbeiten mehr mit Acrylfarben auf Wasserbasis durchführen.

Über den Horizont hinaus betrachtet ist der Einsatz eines Washing auch im Custompainting möglich. Gerade für Rost Designs ist dies eine gute Möglichkeit Rostschlieren zu erzeugen. Ein Beispiel hierfür ist im “realistischen Rost Step” zu sehen.

 


 

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